AnyHand – weit mehr als nur irgendeine Hand

Vor knapp zwei Jahren hatten wir hier über die Fingerschiene HERAX berichtet. Diesen Prototypen eines Handtherapieroboters hat das Mainzer Start-up LIME medical nun weiter entwickelt. Daraus entstanden ist AnyHand, eine Innovation, die wir heute näher vorstellen wollen.


Je länger eine Hand immobil ist, desto größer ist das Risiko von dauerhaften Bewegungseinschränkungen. Dass eine geschädigte und in ihrer Funktion beeinträchtigte Hand also so schnell wie möglich nach der Akutbehandlung wieder bewegt werden sollte, ist daher absolut nachvollziehbar. Das Problem ist nur, dass hierzulande ein extremer Mangel an Physiotherapeuten herrscht. Schaut man sich dann noch nach einem Experten um, der auf die Komplexität der Hand spezialisiert ist, wird der Mangel noch viel eklatanter.

Wem nützt AnyHand?

Laut Statistik zum Arbeitsunfallgeschehen 2018 der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) gab es knapp 270.000 Handverletzungen.[1] Diese machten damit ein Drittel der im Rahmen von Arbeitsunfällen aufgetretenen Verletzungen aus. Diese Zahlen in Kombination mit dem Therapeuten-Mangel verdeutlichen den großen Bedarf an Innovationen wie AnyHand.

„Wir arbeiten ständig mit unseren Händen, daher kommen Handverletzungen sowohl zu Hause als auch im Beruf nicht selten vor – schon eine Sehnenverletzung beim Zwiebelschneiden kann eine lange Rehabilitation nach sich ziehen. Dazu kommen Schlaganfallpatienten mit einer Handparese, die vor allem von passiver Bewegung profitieren können.“, erfahre ich im Interview mit Désirée Leppla von LIME medical.

Das Anyhand Team © 2020 LIME medical GmbH

Was macht AnyHand so einzigartig?

AnyHand ist ein Therapieroboter, der die Bewegungstherapie in der Nachbehandlung von Handverletzungen ausführt. Das Besondere daran: AnyHand unterstützt die natürliche physiologische Bewegung der Hand in nahezu vollständiger Range of Motion. Das bedeutet, dass mit AnyHand der volle Bewegungsumfang vom Faustschluss bis hin zur Streckung der Hand möglich ist.

Je nach Ursache und Ausmaß der Schädigung ermöglicht AnyHand sowohl das Training als auch die Therapie der geschädigten Hand.

Dank der patentierten und voll automatisierte Größeneinstellung ist die Therapie auf den individuellen Zustand des Patienten personalisierbar. Vor der ersten Therapie misst der Ergo- oder Physiotherapeut mithilfe einer Schablone die Handgröße aus und gibt die Daten in das Gerät ein. Daraufhin wird eine Patientendatei angelegt, und die AnyHand fährt bei jeder Benutzung auf Knopfdruck in die richtige Position. Die AnyHand passt sich dabei selbstständig an die einzelnen Fingerlängen, die Handbreite und die Position des Daumens an, und ist innerhalb 1 Minute startklar.

Anyhand im Einsatz © 2020 LIME medical GmbH

Genial: Über die AnyHand-App wird die Therapie vom Therapeuten konfiguriert und ist so dann auch zu Hause anwendbar. Der Home-Use ist allerdings derzeit noch ein bisschen Zukunftsmusik. Zum Ende des Jahres ist zunächst der Markteintritt von AnyHand für Reha-Praxen bzw. -Kliniken geplant. Aber mittelfristig sollen die Geräte dann auch Patienten für den Einsatz in den eigenen vier Wänden zur Verfügung gestellt werden.

„Die intensivierte Bewegungstherapie durch unsere AnyHand ist eine ideale Ergänzung zur herkömmlichen Handtherapie. Da das Einlegen der Hand nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, rentieren sich auch kürzere Einheiten zwischen den Therapieintervallen.“, so Pascal Lindemann, einer der beiden Gründer von LIME medical.

Alle Bewegungen der AnyHand werden gemessen und dokumentiert. Auf diese Weise kann der Verlauf anschaulich dargestellt werden. Über den reinen Informationszweck für Arzt und Therapeut hinaus wird der Patient durch seine sichtbaren Erfolge motiviert und zu weiterem Training angespornt.

Mein Fazit

Lösungen wie AnyHand können und sollen menschliche Therapeuten nicht ersetzen. Aber mit ihnen können die durch den Therapeutenmangel existierenden Therapiepausen ideal überbrückt werden. Patienten gewinnen so zusätzliche, wertvolle Therapiezeit. Umgekehrt bleibt durch den Einsatz von AnyHand mehr Zeit für die Patienten übrig, bei denen die Präsenz eines menschlichen Therapeuten unerlässlich ist.

Schön, wenn eine tolle Idee flügge wird! Die Fingerschiene HERAX hat uns schon begeistert. Aber es freut uns sehr, dass nun aus diesem Prototypen ein marktreifes Produkt geworden ist. In Anbetracht des hohen ungedeckten Bedarfs hat AnyHand aus unserer Sicht definitiv das Potenzial die Patientenversorgung im Bereich der Handtherapie nachhaltig zu verbessern. Wir wünschen dem engagierten Team von LIME medical viel Erfolg!

[1] https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3680

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CERA CARE – Digitaler Pflegedienst

*Werbung – unbezahlt – wegen Namensnennung / Verlinkung*


Deutschland ist Pflegenotstandsland. Daran besteht kein Zweifel. Zugleich ist der Pflegeberuf nicht besonders attraktiv, weil Pflegekräfte sehr unterschiedlich und häufig zu niedrig entlohnt werden. Das Start-up Cera will daran grundlegend etwas ändern.

Das Gesetz für bessere Löhne in der Pflege ist am 29. November 2019 in Kraft getreten. Damit will die Bundesregierung die Entlohnung von Pflegekräfte verbessern. Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Dennoch wird der Bedarf an guter und dabei bezahlbarer Pflege künftig in Anbetracht einer immer älter werdenden Gesellschaft weiter steigen. Hier sind also innovative Lösungen gefragt.

Das Start-up Cera mit Sitz in London hat eine Lösung entwickelt, die demnächst auch in Deutschland verfügbar sein soll.

Was ist das Besondere an Cera Care?

Cera Care kombiniert moderne Technologie mit menschlicher Betreuung. Konkret bedeutet das, dass eine ausgebildete Pflegekraft die zu pflegende Person täglich besucht und dabei Medikamenteneinnahmen, Schlafverhalten, Stimmungsschwankungen, Nahrungsaufnahmen und andere Symptome in einer App dokumentiert.

Auf Basis der von der Pflegekraft gesammelten Daten berechnet die KI den Gesundheitszustand der Pflegeperson. So sind Vorhersagen zu Gesundheitsrisiken möglich, und Pflegende können ihre weitere Betreuung ableiten. Durch einen Matching-Algorithmus und automatisierte Planungssysteme ist Cera nach eigener Aussage in der Lage, Pflegeanfragen innerhalb einer Stunde zu beantworten und in 96% der Fälle noch am selben Tag mit der Pflege zu beginnen. Und das alles unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Präferenzen der Pflegeperson. Die zu pflegende Person bzw. die Angehörigen haben dabei jederzeit auch Zugriff auf die App.

Was kostet Cera Care?

Im Vergleich zu traditionellen Pflegeanbietern hat Cera deutlich niedrigere Gemeinkosten. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, Pflegekräften in Großbritannien bis zu 50% mehr als den Branchendurchschnitt zu bezahlen und gleichzeitig erschwingliche Preise für die Kunden anzubieten. Was der Service in Deutschland kosten wird, und ob dafür die Pflegeversicherung aufkommen wird, ist derzeit noch nicht ganz klar.

Bisher beschäftigt Cera Care 2000 Mitarbeiter an 20 Standorten in Großbritannien und führt 10.000 Hausbesuche am Tag durch. Noch in diesem Jahr ist die Einführung in Deutschland geplant. Damit das möglich ist, hat das deutsche Unternehmen Yabeo Cera mit dem frischen Kapital ausgestattet.

„Mit der weiteren Beteiligung bei Cera Care statten wir eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen, das zudem bereits profitabel ist, mit weiterem Kapital aus. Mit Cera, das 2020 die Expansion für Deutschland und ab 2021 in weitere europäische Länder plant sowie unseren weiteren Investments im Pflegebereich, decken wir von Produkten, Dienstleistungen und Services die gesamte Kette ab. Wir sehen gerade im Pflegesektor einen riesigen Bedarf in den kommenden Jahren und großes Potenzial für die Digitalisierung“, erklärt Matthias Sohler, Gründer und Managing Director von yabeo.

Das matcht auch wirklich gut. Denn das Portfolio von Yabeo ist auf den Pflegesektor ausgerichtet, ausgewählte Innovationen sind zum Beispiel die App Wellth für die Medikamenteneinnahme oder Libify als digitales Hausnotrufsystem.

Mein Fazit

Wir sind der Meinung: Pflege geht uns alle an! Aber wie lange können wir sie uns noch leisten? Hier sind innovative Lösungen, die gute menschliche Pflege möglich machen und gleichzeitig durch Digitalisierung das System entlasten, höchst willkommen. Wir erwarten den Markteintritt von Cera Care in Deutschland mit Spannung.

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D-Pocket soll 2020 schmerzfrei Blutzucker messen

Zukünftig sollen Blutzuckermessungen mit dem mobilen D-Pocket über ein nicht-invasives Verfahren möglich sein. Der große Bruder dieser Technik, das D-Base (ein Tischgerät) hat sich bereits auf dem Markt erprobt und weißt laut klinischer Studie eine vergleichbare Messgenauigkeit zu etablierten invasiven Verfahren auf. Jede dieser invasiven Methoden ist schmerzhaft und birgt ein Infektionsrisiko an der Einstichstelle, das zukünftig vielleicht vermieden werden könnte.

Präzises und nicht-invasives Blutzuckermessgerät „D-Base“ beweist sich in der Praxis

Wer pikst sich schon gerne 4-6 mal am Tag in den Finger? Ich vermute niemand. Ansätze, den Blutzuckerwert unblutig – und damit schmerzfrei – zu messen, gibt es ja immer wieder. Meine Kollegin hat auf diesem Blog z. B. schon über die digitale Kontaktlinse berichtet, die den Blutzucker über die Tränenflüssigkeit messen will. Die Firma DiaMonTech GmbH hat nun ein Verfahren entwickelt, das den Blutzuckerwert nicht-invasiv mittels Infrarotlicht misst. Laut DiaMonTech GmbH braucht man lediglich den Finger zur Messung auf das Gerät aufzulegen – ähnlich wie beim entsperren des eigenen Handys per Fingerscan. Mithilfe einer optischen Schnittstelle bestimmt das neue Verfahren den Blutzuckergehalt hoch-präzise.

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©DiaMonTech GmbH – D-Base Tischgerät

In einer Pilotstudie mit 100 Personen wurde ein mittlerer Fehler (MARD) von 11,3% erreicht mit 99,1% der Punkte in den Regionen A&B eines Consensus Error Grids festgestellt [1]. Somit ist das Ergebnis vergleichbar akkurat wie das von invasiven Messgeräten. Seit März 2019 ist diese neue Art der Blutzuckermessung namens „D-Base“ als Tischgerät in Diabetes-Zentren und Apotheken im Einsatz. Eine Markteinführung für das handlichere Alltagsgerät „D-Pocket“ ist für das Jahr 2020 geplant. Dieses Produkt soll Patienten dann im Smartphone-Format für die tägliche Blutzuckerkontrolle zur Verfügung stehen.[2] 

Börsengang verschoben

Die DiaMonTech plante in Kürze den Gang an die Frankfurter Wertpapierbörse. Mit den Erlösen wollte das Unternehmen in die weitere Produktentwicklung insbesondere von D-Pocket, die Aufnahme der Serienproduktion sowie in Marketing und Vertrieb investieren. Nun wurde der geplante Börsengang aufgrund einer unzureichenden Überzeichnung verschoben. Die Gesellschaft ist dennoch ausreichend finanziert, um die Entwicklung des „D-Pockets“ weiter voranzutreiben.[3][4]

Mein Fazit

Diabetes ist eine Volkskrankheit. Die Blutzuckerkontrolle ist dabei für Patienten ein „notwendiges Übel“. Alle uns bisher bekannten Messverfahren, die auch valide Ergebnisse liefern, sind invasiv. Das invasive Messen ist mitunter schmerzhaft und birgt ein potenzielles Infektionsrisiko für den Patienten. DiaMonTech hat nach vielen Forschungsjahren ein nicht-invasives Verfahren entwickelt, wodurch Patienten zukünftig ohne Schmerz, durch einfaches Fingerauflegen, ihren Blutzucker messen können. Mit der Einführung des Point-of-Care Models „D-Base“ konnte die Technik in der Diabetologie getestet werden. Die klinische Studie hat die akkurate Messgenauigkeit bestätigt. Somit ist der Weg für das nächste Device „D-Pocket“ bereitet und ich bin mir sicher, dass dieses Produkt ein wichtiges Bedürfnis von  Menschen mit Diabetes anspricht und ihnen ein Teil ihrer Lebensqualität zurückgeben kann.

 

[1] https://www.diamontech.de/lp-diabetiker?utm_medium=cpc&utm_source=google&utm_campaign=search_db&utm_content=brand&gclid=CjwKCAiAqqTuBRBAEiwA7B66hTFKx4uu06YoqnDzyVBaWSn5EZJ3tBfamC9FG8sBRKQ3ZcuzAlMqMBoCfo8QAvD_BwE; 11.11.2019 10:35 Uhr

[2] https://assets.website-files.com/596ba9a2985b65490eb6d2c9/5db5f26883d31e424d5a0ddb_2019-10-28-Diamontech_PM_Intention%20to%20Float_DE_final.pdf; 11.2019 10:58 Uhr

[3] https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/medizin-start-up-diamontech-will-an-die-boerse-1028633965; 25.11.2019 10:39 Uhr

[4] https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/unzureichende-ueberzeichnung-diamontech-verschiebt-boersengang-16505244.html;  27.11.2019 11:01 Uhr

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IONIQ verspricht Sonnenschutz mit IQ

Sonnenschutz ist in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je. Doch das Auftragen von Sonnenschutzmitteln ist gar nicht so einfach, wie es klingt. Jeder kennt das: Man hat sich scheinbar gut eingecremt. Und trotzdem sieht man dann am Abend an irgendeinem T-Shirt-Rand doch wieder einen knallroten Streifen auf der Haut. Ein schwäbisches Start-up will künftig mit einer intelligenten Lösung namens IONIQ den Sonnenschutz für die Haut revolutionieren.

Der Sommer ist längst zu Ende und viele Sonnenanbeter*innen trauern ihm vor allem an den jetzt immer kürzer werdenden Tagen hinterher. Keine Frage: Sonnenlicht beflügelt uns und tut unserer Stimmung gut. Mehr noch, Sonnenlicht ist für unseren Körper sogar essenziell. Denn nur, wenn unsere Haut genügend UV-B-Strahlen abbekommt, kann unser Organismus ausreichend Vitamin D herstellen. Vitamin D wiederum ist für einen gesunden Knochenstoffwechsel wichtig. Allerdings ist es auch unbestritten, dass ein Zuviel an UV-Licht gefährlich sein kann. Die Folgen wie Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung, chronische Hautschäden und vor allem Hautkrebs sind hinlänglich bekannt. Deshalb ist es auch nötig, sich vor zu intensiver Sonnenbestrahlung zu schützen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Egal, ob man das Sonnenschutzmittel als Creme mit der Hand aufträgt oder mit flüssig als Aerosol, ein Problem bleibt immer: Man kommt ohne fremde Hilfe einfach nicht überall hin. Oder man sprüht sich das Zeug wer weiß, wohin auf die Klamotten, wo es nicht hingehört, und nur unschöne Flecken hinterlässt.

Für dieses Problem hat eine schwäbische Firma nun eine intelligente Lösung namens IONIQ ausgetüftelt.

IONIQ One, so heißt das Hautpflege-Beauty-Tech-Gerät, ist ein akkubetriebenes Handsprühgerät, mit dem sich das Sonnenschutzmittel präzise aufsprayen lässt. Das Gerät steuert dabei die Hautpflegepartikel zuverlässig weg von Kleidung und Haaren, dafür hin zu freien Hautstellen.

IONIQ – die intelligente Sprühtechnologie

Die Technologie von IONIQ funktioniert wie ein Magnet und basiert auf der Anziehungskraft zwischen Haut und Flüssigkeit. Die patentierte Magnetic Skin Technology verwandelt das Sonnenschutzmittel in feinste Tröpfchen, die sich gleichmäßig auf der Haut verteilen. Bei der Verwendung von IONIQ One, werden die Tröpfchen automatisch über Feldlinien auf die Haut transportiert – und das ganz ohne den Zusatz von Treibgasen, wie bei vielen herkömmlichen Sprays üblich.

Die erzeugte Anziehungskraft ist dabei stark genug, sodass die Tröpfchen auch starken Winden standhalten und den Weg auf die Haut finden. Das Sonnenschutzmittel kann man damit gleichmäßig und streifenfrei auf die Haut sprühen, ohne dass man nachreiben muss. Und man bekommt sie so selbst an schwer erreichbare Stellen wie bspw. den Rücken.

 

„Mit IONIQ One ist es endlich möglich, den ganzen Körper und die volle Abdeckung zu erzielen. Wir erreichen die feinste Verteilung des Sonnenschutzmittels, ohne sie an die Luft zu verlieren und ohne den Einsatz von umweltschädlichen Aerosolen – die Haut zieht die feinen Tröpfchen an und nicht die Luft.“, so Valentin Langen, Gründer und Geschäftsführer der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG.

Valentin Langen, Geschäftsführer ©IONIQ Skincare GmbH & Co. KG

Abgerundet wird das System durch eine App, die als persönlicher Hautpflegeberater funktioniert.

© IONIQ Skincare GmbH & Co. KG

Wo kann man IONIQ One kaufen?

Aktuell ist das Produkt noch nicht im Markt verfügbar. Die Produkteinführung ist für Anfang 2020 geplant.

Mein Fazit

In Anbetracht der kontinuierlich steigenden Hautkrebsraten sind Lösungen höchst willkommen, die den Schutz der Haut vor zu viel UV-Licht verbessern.

Mir gefällt an dieser Erfindung besonders, dass sie das Ergebnis einer Cross Innovation ist. Die Technologie stammt nämlich ursprünglich aus einer ganz anderen Branche, die mit Healthcare so gar nichts zu tun hat. Die Traditionsfirma Wagner aus dem Bodenseekreis ist nämlich einer der führenden Hersteller im Markt für Oberflächentechnologie. Auf der Website steht: „WAGNER bietet innovative Beschichtungstechnik zur Veredelung von Oberflächen mit Pulver- und Nasslacken, Farben und anderen flüssigen Materialien.“ Kunden von Wagner kommen aus Industrie, Handwerk und Heimwerk. Sein Knowhow aus der Oberflächenbeschichtung hat das Unternehmen nun auf sein hausinternes Start-up IONIQ Skincare übertragen, das die Entwicklung von IONIQ vorantreibt. Wir finden das ziemlich genial und erwarten die Einführung des Produkts schon mit Spannung und werden es dann sicher auch mal testen.

Durch unsere „Healthcare-Brille“ betrachtet hat IONIQ natürlich noch viel mehr Potenzial. Denn außer Sonnenschutzmittel können auch andere Hautpflegeprodukte wie z. B. eine Bodylotion zum Einsatz kommen, sodass die Erfindung Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis zu Gute kommt. Wir bleiben da auf alle Fälle mal dran und werden wieder berichten.

Übrigens: Zum Thema Hautkrebs habe ich schon einmal einen Beitrag geschrieben.

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HERAX, der Roboter-Handtherapeut

Das Start-Up Unternehmen LIME Medical entwickelte die HERAX Fingerschiene, die sich bequem in den Rehabilitationsalltag integrieren lässt und mit der sich gleichzeitig die Hand- und Fingerbewegungen nach einem Unfall oder Schlaganfall wiederherstellen lassen.

Die Hände gehören wohl zu den wichtigsten Werkzeugen des Menschen. Täglich und unermüdlich sind Hände und Finger für den Menschen im Einsatz. Ob bei der Zubereitung von Speisen, dem Tragen von Einkaufstaschen, beim Autofahren oder dem Tippen auf der Tastatur im Büro – eigentlich immer und überall benötigen wir unsere Hände. Doch was ist, wenn unsere Hände plötzlich nicht mehr so wollen wie wir? Ein Unfall oder ein Schlaganfall können das Leben von einem auf den anderen Tag komplett auf den Kopf stellen und die Handfunktion einschränken oder gar völlig auslöschen. Wie gut, dass heutzutage die Medizin viele Möglichkeiten der Behandlung bietet. Zu einer erfolgreichen Therapie ist aber auch eine auf den Patienten individuell angepasste Rehabilitation unerlässlich. Hier setzt das 2016 gegründete Start-Up LIME Medical mit der HERAX Fingerschiene an, einer innovativen Rehabilitationsrobotik zur Nachbehandlung der Hände und Finger nach einem Unfall oder Schlaganfall.

HERAX entlastet Physiotherapeuten

In enger Zusammenarbeit mit der Handchirurgie der Universitätsklinik Mainz entwickelten die Gründer Pascal Lindemann und Dominic Libanio die Fingerschiene HERAX, ein Roboter als Handtherapeut. Die Fingerschiene lässt sich schnell und einfach wie ein Handschuh anziehen und bewegt dann die Finger. Eine komplexe Mechanik sorgt dafür, dass die Finger sehr natürlich und vorsichtig bewegt werden. So kann die HERAX Fingerschiene den Physiotherapeuten wunderbar im Alltag entlasten. Dabei lässt sich das Gerät individuell auf die jeweilige Handgröße des Patienten einstellen. Dreimal täglich für je 30 Minuten ist die Fingerschiene im Einsatz, um das intensive Bewegungstraining an jedem einzelnen Finger durchzuführen. Ziel der Gründer war es, ein Fingertherapiegerät zu entwickeln, mit dem die Handfunktionen des Patienten möglichst schnell wiederhergestellt werden und der Patient im besten Falle wieder seiner Arbeit nachgehen kann.

Eine Fingerschiene für Zuhause

In der Entwicklung der Prototypen arbeiten die Gründer stets eng mit Medizinern und Experten zusammen, um sich immer wieder Feedback für Verbesserungen einzuholen. Zunächst möchten die Gründer die Fingerschiene an Krankenhäuser verkaufen. Langfristig soll der Patient aber auch Zuhause mit der Fingerschiene trainieren können.

Mein Fazit

Ein tolles, innovatives Start-Up, welches ein Problem erkannt und dafür eine Lösung geschaffen hat. Denn: betrachtet man die geringe Anzahl an Physiotherapeuten auf dem Markt und gleichzeitig das hohe Patientenaufkommen in der Hand- und Fingertherapie, ist die HERAX Fingerschiene vielleicht genau der richtige Ansatz.  So können einerseits die wenigen Therapeuten im Alltag entlastet werden und andererseits wurde eine Lösung geschaffen, die den Patienten schneller wieder gesund werden lässt und im Idealfall an den Arbeitsplatz zurückbringt.

Einen weiteren interessanten Artikel  kannst du hier nachlesen.

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Im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

Das Forscherteam rund um Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Experte für nachhaltige Chemie und Ressourcen der Leuphana Universität Lüneburg, entwickelte auf der Basis von Ciprofloxacin einen Wirkstoff, der nach seiner medizinischen Verwendung zerfällt, um so der Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen entgegenzuwirken. 

Seit rund fünf Jahren arbeiten die Forscher nun an einem neuen Wirkstoff – mit Erfolg. Das Forscherteam konnte einen Wirkstoff entwickeln, der durch natürliche Zerfallsprozesse nach der medizinischen Anwendung und Ausscheidung unwirksam ist. Damit der Wirkstoff zerfällt, mussten laut Angaben der Forscher chemische Bindungen so destabilisiert werden, dass sie beim Durchwandern des Körpers im Blut ausreichend stabil sind, um noch zu wirken, danach aber in der Umwelt zerfallen. Keine leichte Aufgabe. Die Forscher mussten zunächst Voruntersuchungen zur Abbaubarkeit vornehmen und die bestehende Wirksubstanz analysieren. Mit Hilfe von Rechenmodellen konnten verschiedene Varianten auf verbesserte biologische Abbaubarkeit und gleichzeitig auf die Abwesenheit unerwünschter toxikologischer Effekte sowie weiterer wichtiger Eigenschaften geprüft werden. Die Moleküle wurden beispielsweise an der aktiven Grundstruktur aber auch an den Seitenketten verändert. Die aussichtsreichsten Varianten wurden im Labor chemisch-synthetisch hergestellt und im Reagenzglas getestet. Nach Angaben der Wissenschaftler funktioniert der daraus entstandene Wirkstoff im Reagenzglas und ist besonders für Arzneimittelhersteller eine Chance, daraus ein Medikament zu entwickeln und so die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen vorzubeugen.

Immer wieder ist der Einsatz von Antibiotika scharf in der Kritik. Dabei wird besonders die Häufigkeit des Einsatzes von Antibiotika in Frage gestellt und die daraus resultierende Entwicklung resistenter Keime. Ciprofloxacin ist solch ein Antibiotikum, welches häufig bei bakteriellen Infektionen wie beispielsweise einer Blasenentzündung verschrieben wird. Laut Angaben des Forscherteams werden von Ciprofloxacin beachtliche 33 Tonnen pro Jahr allein in Deutschland in der Human- und Tiermedizin eingesetzt. Hat das Antibiotikum seine Wirkung erfüllt, wird es ausgeschieden und gelangt weitgehend unverändert in die Umwelt.

Die Folgen sind fatal. So haben bereits kleine Konzentrationen einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem und können zur Selektion resistenter Bakterien beitragen. Glänzt Ciprofloxacin einerseits durch eine breite Wirkung, ist es andererseits besonders schwer abbaubar. So gelangt es beispielsweise in das Abwasser von Krankenhäusern sowie durch die Einnahme Zuhause auch in das häusliche Abwasser. Über die Landwirtschaft dringt es in die Böden ein und kann von dort in das Oberflächen- und Grundwasser geraten. Für das Forscherteam Grund genug einen entscheidenden Schritt in Richtung grüne Pharmazie zu gehen, denn der Bedarf an abbaubaren Arzneimittelwirkstoffen ist laut Angaben der Wissenschaftler groß. So entstand das Konzept „benign by design“, was so viel heißt wie: „gutartig per design“.

Das Forschungsprojekt wurde seit 2014 mit rund einer halben Millionen Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Mein Fazit

Das Forscherteam hat einen mutigen und richtigen Schritt gewagt – dafür vorneweg ein großes Kompliment. Der Einsatz von Antibiotikum ist manchmal unerlässlich und kann Leben retten, dass steht außer Frage. Ob und wann der Einsatz von Antibiotikum gerechtfertigt ist, können nur Experten richtig beurteilen. Und trotzdem hat Antibiotikum in der Häufigkeit seiner Anwendung auch einen erheblichen und leider negativen Einfluss auf unsere Umwelt. Deshalb finde ich es gut und gerechtfertigt, dass sich das Forscherteam diesem herausfordernden Thema gestellt und gleichzeitig gezeigt hat, dass es grundsätzlich möglich ist, einen Wirkstoff herzustellen, welcher nach seiner Anwendung im menschlichen Organismus zerfällt und somit auch keinen weiteren Einfluss auf die Umwelt hat. Ob und wie sich dieser Wirkstoff auf dem großen Arzneimittelmarkt in Zukunft behaupten kann und ob noch weitere Wirkstoffe dieser Art hinzukommen lässt sich heute schwer abschätzen. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist aber getan.

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Smarte Hautkrebsfrüherkennung mit der App SkinVision

Smarte Hautkrebsfrüherkennung mit der App SkinVision

Die App SkinVision gibt mittels eines klinisch getesteten Algorithmus schnell und einfach Auskunft über ein niedriges, mittleres oder hohes Hautkrebs-Risiko.

Die Drogeriemärkte sind voll: Bodylotionen, Cremes, Masken oder Peelings füllen in Reih und Glied die Regale. Die Auswahl für den Verbraucher ist groß. Unsere Haut wird als größtes Organ sprichwörtlich gehegt und gepflegt. Den Muttermalen wird dabei oft viel zu wenig bis gar keine Beachtung geschenkt. „Hautkrebs? Das trifft mich schon nicht“, mag so manch einer denken. Doch dabei gehört Hautkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Jährlich erkranken allein in Deutschland schätzungsweise rund 200.000 Menschen an Hautkrebs. Das tückische: Hautkrebs ist meist beschwerdelos. Die eigene Haut gut zu kennen und zu beobachten ist deshalb das A und O. Denn es gilt: Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Smarte Unterstützung kann dabei die App SkinVision leisten.

So funktioniert SkinVision

Schnell das Smartphone gezückt, ein Foto vom Muttermal gemacht und in die App hochgeladen, erhält der Nutzer innerhalb von 30 Sekunden eine Einschätzung für niedriges, mittleres oder hohes Hautkrebs-Risiko. Wie das geht? Mittels eines klinisch getesteten Algorithmus kann die App Anzeichen von Hautkrebs in Muttermalen und dem umgebenden Hautgewebe berechnen und eine Bewertung vornehmen. Der Algorithmus berechnet dabei die fraktale Dimension von Muttermalen und dem umgebenden Hautgewebe und erstellt eine strukturelle Karte, die die unterschiedlichen Wachstumsmuster der beteiligten Gewebe aufzeigt. Dabei werden die vom Nutzer gemachten Fotos durch die Software mit rund 3,5 Millionen Bildern einer Datenbank verglichen, die zuvor von Dermatologen klassifiziert wurden. Die Muttermale werden auf Unregelmäßigkeiten in Farbe, Struktur und Form überprüft.

Doch mit dieser ersten Einschätzung lässt SkinVision den Nutzer nicht allein. Denn im Gegensatz zu anderen Apps, mit denen man lediglich Hautveränderungen fotografisch festhalten und dokumentieren kann, zeigt diese App innerhalb von 30 Sekunden eine Indikation für niedriges, mittleres oder hohes Risiko an und gibt zusätzlich Ratschläge, welche Hautflecken von einem Arzt überprüft werden sollten. Bei einem Muttermal mit hohem Risiko, wird der Nutzer innerhalb von 48 Stunden von einem Dermatologen kontaktiert und beraten, welche nächsten Schritte zu tätigen sind. Dafür verfügt SkinVision über ein Team an professionellen und erfahrenen Dermatologen.

Ob wenige oder viele Muttermale, ob jung oder alt – SkinVision ist für jeden zugänglich. Und das Beste: die erste Risikoeinschätzung ist sogar kostenlos. Eine einzelne weitere Bewertung kostet 4,49 Euro. Wer die App unbegrenzt nutzen möchte zahlt für ein ganzes Jahr 24,99.

Die App im Selbsttest

Die App kann kinderleicht im Appstore heruntergeladen werden. Nachdem man sich registriert und sein persönliches Profil angelegt hat, kann es auch schon losgehen. Vorneweg der Hinweis, man kann eigentlich nichts falsch machen. Die App führt einen Schritt für Schritt zur Bewertung der ersten Muttermale. Hat man der App die Erlaubnis erteilt auf die Kamera des Smartphones zuzugreifen, muss man die Kamera nur noch öffnen. Natürlich sollte man noch ein Muttermal auswählen, was vielleicht besonders groß ist, komisch aussieht oder man ohnehin schon immer mal untersuchen lassen wollte. In meinem Fall fiel die Wahl auf ein Muttermal am Arm. Ich habe die Kamera geöffnet und sofort ist ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte erschienen. Dieser Punkt muss in der Anwendung auf das Muttermal zeigen. Damit die Kamera ein möglichst aussagekräftiges Foto erstellen kann, sollte man das Smartphone rund 20 cm vom Muttermal entfernt halten. Sobald für die App alle nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, bilden sich mehrere blaue Kreise nacheinander. Dabei sollte man das Smartphone möglichst stillhalten. Bevor die App eine Bewertung vornimmt werden noch Symptome abgefragt. Hier kann man beispielsweise auswählen zwischen keine Beschwerden, sich ändernd, blutend oder entzündet. Dann wird es ganz kurz spannend bevor die Bewertung erscheint. In meinem Fall war die Einschätzung für das Hautkrebsrisiko niedrig. Zusammen mit der Einschätzung erhält man zudem noch Ratschläge, welche nächsten Schritt zu tun sind. Hier wird einem unter anderem geraten, den Hautfleck regelmäßig zu überprüfen. Das Foto kann in der App gespeichert werden. Neben der Risikoeinschätzung der Hautflecken kann mittels der App zusätzlich der eigene Hauttyp erstellt werden.

Wer steckt hinter der App?

SkinVision ist ein Start-Up-Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden, wurde 2012 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, Menschen bei der Früherkennung von Hautkrebs zu unterstützen. Dabei basiert SkinVision auf umfangreichen klinische Studien, die in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) erstellt wurden. Rund 1,2 Millionen Menschen nutzen die Technologie bereits.

Mein Fazit

Mit SkinVision können Anwender die eigene Haut besser kennenlernen und bekommen ein Gespür für mögliche bösartige Veränderungen. Nicht zuletzt sensibilisiert die App für Hautkrebs und der Anwender nimmt selbst eine aktive Rolle ein. Für die Beobachtung und die erste Bewertung von Muttermalen und Leberflecken ist diese App sicherlich eine gute, einfache und bequeme Möglichkeit. Den persönlichen Besuch bei einem Hautarzt, ob bei Unsicherheiten oder zur finalen Diagnosestellung ersetzt diese App aber wohl nicht.

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