Ein Pflaster zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs?

Keine Utopie. Wissenschaft. Forscher der Purdue University, Indiana, USA, haben ein Pflaster entwickelt, das eine schonende Hautkrebstherapie des schwarzen Hautkrebs (medizinisch „malignes Melanom“) ermöglichen soll.

Der schwarze Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs ist die bösartigste Form des Hautkrebses. Es ist für 90% der Todesfälle durch Hauttumoren verantwortlich, da die Krebszellen schon sehr früh über die Lymphbahnen und Blutgefäße streuen. Metastasen in anderen Regionen des Körpers können daher früh gebildet werden. Weltweit ist der schwarze Hautkrebs die Krebserkrankung mit der stärksten Zuwachsrate.

Mögliche Therapien

Die Operation ist die Therapie der ersten Wahl. Je nach Tumorstadium können bzw. müssen adjuvante (begleitende) Therapien, wie Strahlentherapie, Arzneimittel, immunonkologische Therapien oder eine Chemotherapie folgen. Alle Therapien sind häufig, aufgrund der Toxizität und der Nebenwirkungen wiederkehrender Behandlungen, belastend.

Tragbares Pflaster als Behandlungsoption bei schwarzem Hautkrebs?

Wenn man den Forschern der Purdue University Glauben schenken darf, kann das Hautkrebspflaster Betroffenen eine schmerzlose, minimal invasive und wenig belastende Behandlung ermöglichen. Verwendet werden extrem kleine, langlebige Silizium-Nanonadeln mit geschärften eckigen Spitzen, die – lt. den Forschern um Hyungjun Kim – schmerzfrei in die Haut injiziert werden. Trägermodul ist ein dünner, flexibler und wasserlöslicher medizinischer Film, der während des Einführens der Nadeln konform mit der Oberfläche der Haut verbunden werden kann und sich innerhalb von einer Minute vollständig auflöst.

Resorbierbares Pflaster mit Nanonadeln zur Therapie bei schwarzem Hautkrebs
Bioresorbierbares Hautpflaster, Purdue University

Die auf dem Film befindlichen Nanonadeln sind mit dem Wirkstoff beladen, der über Monate in das Gewebe abgegeben wird. So können Chemotherapeutika nachhaltig, mit nur minimalen Nebenwirkungen, an der Melanomstelle abgegeben werden. Die Silizium-Nanonadeln sind biokompatibel und in Gewebeflüssigkeit löslich und können damit vollständig im Körper resorbiert werden.

Das Forscherteam sucht aktuell nach Partnern für die Herstellung und Vermarktung der Pflaster. Die Forschungsarbeit wird vom Air Force Office of Scientific Research (AFOSR: FA2386-18-1-40171) unterstützt.

Mein Fazit

In den letzten Jahren hat die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen drastisch zugenommen. Moderne, nebenwirkungsarme Therapien, die nicht den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen, wären willkommen. Leider stehen wir jedoch auch mit dieser Methode noch am Anfang. Die weitere Entwicklung zu beobachten, lohnt meines Erachtens auf jeden Fall.

Allgemeine Informationen zum schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) finden Interessierte zum Beispiel auf der Webseite der Deutschen Krebshilfe oder auf der Seite krebs.de des Unternehmens Bristol Myers Squibb

Weitere spannende Beiträge zum Thema Smarte Hautkrebsfrüherkennung oder Teledermatologie finden Interessierte in diesem Blog.


Quellen:

Purdue University, West Lafayette, Indiana, USA; Research Foundation News

Hyungjun Kim et al., Bioresorbable, Miniaturized Porous Silicon Needles on a Flexible Water-Soluble Backing for Unobtrusive, Sustained Delivery of Chemotherapy, ACS Nano 2020, 14, 6, 7227–7236

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 22, Robert Koch-Institut

 

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Kentix SmartXcan – Fieberscreening zur COVID-19 Prävention?

Fiebermessung ist die wirksamste und pragmatischste Methode, um das Risiko einer Verbreitung von Virenerkrankungen, wie COVID-19 (Corona), dauerhaft wirksam zu reduzieren. Sagen die einen. Bei früheren Ausbrüchen wie SARS (2003) und der pandemischen Influenza A (H1N1) (2009) hat sich der Einsatz von Screening-Verfahren nicht als wirksam erwiesen, um Fälle zu erkennen. Sagen die anderen.

COVID-19: Systeme zur Fieberdetektion

Zur Fieberdetektion werden Infrarot-Thermometer, Wärmebildkameras und Durchgangsdetektoren genutzt. Der Vorteil dieser Geräte ist die berührungslose Temperaturbestimmung. Der Nachteil: unterschiedliche Messabstände, Emissionen der Haut und zu große Streuungen machen die Messung ungenau. Dazu kommt, dass Messungen innerhalb oder außerhalb geschlossener Räume ebenfalls zu fehlerhaften Ergebnissen führen können.

Eine in Österreich durchgeführte Studie belegte zum Beispiel, dass beim Wechsel von kalter in warme Umgebung sich die äußere Körpertemperatur erst nach 60 Minuten normalisiert. Heißt: bei niedrigen Außentemperaturen würde die Körpertemperatur durch ein Screening mittels Infrarotmessung deutlich falsch eingeschätzt werden.1

Haimovich et al. verglichen außerdem die Ergebnisse der Infrarotmessung im Bereich der Temporalarterie (Schläfenarterie) mit dem Goldstandard, der rektalen Temperaturmessung. Dabei ergab sich, dass durch die Infrarotmessung nur einer von drei Patienten mit Fieber erkannt wird.2

Kentix SmartXcan – Voll automatisiert, manipulationsgeschützt und exakt?

Kentix_SmartXcan_Fieberscreening_Corona_COVID-19_HealthcareHeidi
©Kentix GmbH

Im Unterschied zu den oben genannten Systemen misst der SmartXcan die Körpertemperatur im Bereich des inneren Augenwinkels am inneren Auge. Die hier herrschende Temperatur kommt der menschlichen Körpertemperatur am nächsten.

Klassische Wärmebild-Handgeräte oder Wärmebild-Kameras haben außerdem das Risiko einer möglichen Streuung durch den undefinierten Messabstand. Die Geräte fokussieren nicht auf eine Person, Bedienfehler sind möglich. Nicht so beim SmartXcan.

Laut CSO Jan Sanders ist die exakte Temperaturmessung bei Viruserkrankungen wie COVID-19 mit dem Kentix SmartXcan möglich, da der SmartXcan im Gegensatz zu anderen Technologien folgende entscheidende Punkte berücksichtigt:

  1. Die Messung erfolgt durch 1.024 Sensoren KI-gestützt ausschließlich im Bereich des inneren Augenwinkels in der Nähe des Tränenkanals. Hier herrscht die stabilste Temperatur.
  2. Ein Annäherungssensor stellt sicher, dass ein kurzer Abstand zum Gesicht konstant eingehalten wird.
  3. Jede Person wird grundsätzlich einzeln überprüft. Die Position des Gesichts zum Messgerät muss dabei gerade sein, das Gesicht unbedeckt.
  4. Brillen können das Ergebnis verfälschen und müssen zur Messung abgenommen werden.

Die Messung erfolgt kontaktlos und ist, laut Sanders, schnell und intuitiv durchzuführen. Sie ist voll automatisiert, (Fach-)Personal ist nicht erforderlich.

Für den automatischen Fieberscanner SmartXcan wurde Kentix im Rahmen des 27. Wirtschaftstag der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück e.V. am 04.12.2020 mit dem Unternehmenspreis 2020 ausgezeichnet.3

Mein Fazit

Das kleine Hightech-Gerät misst die Körpertemperatur unter Einhaltung von strikten Vorgaben für Abstand und Ausrichtung des Kopfes immer im Bereich des inneren Augenwinkels. Unabhängige Tests des Portals IPVM4, die nach eigenen Angaben weltweit führende, unabhängige Behörde für Videoüberwachung, hat eine Messgenauigkeit des SmatXcan von 0,3 °C bestätigt. Da die Messung kontaktlos erfolgt, muss nichts desinfiziert werden. Das StarterSet ist ab 895€ zzgl. MwSt. erhältlich, DSGVO-Konformität sei gegeben.

Soweit so gut. Aber was bitte, passiert mit Kindern, die sich am Eingang zur Schule messen und bei denen Fieber angezeigt wird? Was passiert mit Erwachsenen, die sich vor dem Eingang zum Supermarkt messen und bei denen Fieber angezeigt wird? Chance versus „Hexenjagd“?

Sicher gibt es schlaue Lösungen verantwortlich damit umzugehen und ich denke, es wäre eine Chance, Schulen und Kindergärten wieder zu öffnen und die Hot-Spots Alten-und Pflegeheime für die Bewohner sicherer zu machen. Auch an Flughäfen kann SmartXcan sinnvoll sein. Immer vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll damit umgegangen.

Für die breite Masse funktioniert das System meines Erachtens aus Gründen des Persönlichkeitsrechts5 nicht.

 

1 Dzien C, Halder W, Winner H et al. Covid-19 screening: are forehead temperature measurements during cold outdoor temperatures really helpful? Wien Klin Wochenschr 2020 Oct 23;1-51 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7582437/

2 Performance of Temporal Artery Temperature Measurement in Ruling Out Fever: Implications for COVID-19 Screening https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7491363/

3 https://kentix.com/de/blog/kentix-erhaelt-unternehmerpreis-2020/, https://www.regionalinitiative.de/archiv/unternehmerpreis/#c195

4 https://ipvm.com/about

5 Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (APR) umfasst unter anderem den Schutz der persönlichen Ehre. Neben dieser Form des Ehrenschutzes erfährt die persönliche Ehre eines jeden ferner einen zivil- und strafrechtlichen Schutz. Der Rechteinhaber genießt dabei Schutz vor Verleumdung, übler Nachrede und Beleidigung. https://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsrecht_(Deutschland)

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Mit Audio Intelligence Krankheiten und Virusinfektion wie COVID-19 erkennen

Seit Jahren erforschen Wissenschaftler weltweit die Analyse von Atmung und Sprache durch Algorithmen. Im März 2019 habe ich bereits über die Früherkennung und Therapie von Parkinson Symptomen mittels Audio Intelligence1 berichtet. In der Corona-Pandemie könnte diese Technologie eine noch größere Bedeutung bekommen. Denn mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) – oder Audio Intelligence – könnte das Risiko einer Infektion mit dem COVID-19-Virus frühzeitig erkannt werden.

Audio Intelligence by audEERING

Bei Audio Intelligence geht es nicht um das was, sondern um das wie etwas gesprochen wird. Das System entschlüsselt Sprachsignale und gewinnt daraus Erkenntnisse über den Zustand, in dem sich der Sprechende gerade befindet.

Das Unternehmen audEERING2, Spin-off der Technischen Universität München, hat sich seit 2012 auf die maschinelle Wahrnehmung von Informationen, basierend auf der menschlichen Sprache, spezialisiert. Das Unternehmen ist Innovationstreiber im Bereich der KI-basierten Audioanalyse. Mit maschinellen Verfahren, auch Deep Learning Ansätzen, werden Audiosignale hinsichtlich signifikanter Merkmale untersucht.

Im Bereich von Automotive oder Gaming Anwendungen und auch in Call Centern und in der Marktforschung wird die Technologie bereits erfolgreich eingesetzt. Nun sollen mit sogenannten Biomarkern aus der Stimme auch Krankheiten, wie Virusinfektionen wie COVID-19, Depressionen oder Parkinson, besser und zuverlässiger erkannt werden können. Damit können insbesondere in der Diagnose Ärzte*innen und Therapeuten*innen gezielt unterstützt werden.

Am Husten COVID-19-Symptome erkennen?

Glaubt man audEERING, dann kann KI bzw. Audio Intelligence genau das leisten. Aus der Stimme und bestimmten Geräuschen wie Husten, Niesen Mit Audio Intelligence Krankheiten und Virusinfektion wie COVID-19 erkennen_HealthcareHeidi_Blog_01oder Lungenrasseln kann audEERING mit hoher Wahrscheinlichkeit ableiten, ob eine Veränderung im Bereich der Atemwege und somit eine COVID-19-Erkrankung vorliegt. So könnte man, bei einer positiven Meldung der App, Betroffene frühzeitig isolieren und zeitnah mit einem anschließenden PCR-Test endgültige Gewissheit schaffen. Betreuende Ärzte*innen erhalten genaue Informationen über den Verlauf der Krankheit bei ihren Patienten*innen. Damit können sie eine Verschlechterung des Zustandes bzw. schwere Fälle frühzeitig erkennen.

Der zugrundeliegende Sound- Erkenner ist zum einen auf tausende von Daten aus öffentlichen Quellen und Datenbanken trainiert. Die COVID-19-Daten zum anderen stammen von Patienten*innen aus Wuhan. Beide Modelle werden kombiniert, was eine verbesserte Erkennungsleistung und Validierung der sogenannte Voice-Biomarker ermöglicht. Diese helfen bei der Erkennung von Infektionen und dem Verlauf der COVID-19 Krankheit.

Mein Fazit

Künstliche Intelligenz gegen Covid-19? An der Stimme Krankheiten zu erkennen ist grundsätzlich ein interessanter Ansatz. Künstliche Intelligenz hilft nachweislich in großen Datenmengen in relativ kurzer Zeit Zusammenhänge zu erkennen. Und daraus sinnvolle Maßnahmen bzw. Therapien abzuleiten. Warum also nicht bei COVID-19?

Mit Audio Intelligence Krankheiten und Virusinfektion wie COVID-19 erkennen_HealthcareHeidi_Blog_02Im Forschungsfeld der Stimmanalyse hat audEERING eine App entwickelt, die an der Sprachaufnahme einer Person und ihrer Art zu husten, niesen oder einzelne Vokale zu halten erkennen will, ob die Person mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht. Natürlich gibt es viele Unbekannte in der Gleichung und die Kritiker haben, sicher auch zu Recht, Vorbehalte. KI kann uns aber helfen, in relativ kurzer Zeit mehr über eine Krankheit zu lernen.. Über eine Krankheit, über die noch so wenig bekannt ist.

Aus diesem Grund möchte ich jedem ans Herz legen, die Erforschung von COVID-19 über die Stimmartikulation zu unterstützen. Um die Genauigkeit der Anwendung weiter zu steigern benötigt audEERING noch weitere Datenspenden. Interessierte können sich Datenschutzkonform unter diesem Link registrieren und ihre Daten und Stimme spenden. Die Datenspende jedes Einzelnen kann dazu beitragen, Leben zu retten. Ich habe es getan: zwei Minuten in nicht akuten Fällen 2-3x wöchentlich für unser aller Zukunft.

 

1 https://www.healthcareheidi.de/2019/03/12/frueherkennung-und-therapie-von-parkinson-symptomen-mit-emotional-und-audio-intelligence/

2 https://www.audeering.com/

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HypoBuddy – mein persönlicher Hypoglykämie Begleiter bei Diabetes mellitus

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Im Oktober 2020 gab das Pharmaunternehmen Lilly die Entwicklung der App HypoBuddy bekannt. HypoBuddy wurde gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM)1 entwickelt und will Menschen mit Diabetes bei schweren Unterzuckerungen (Hypoglykämien) unterstützen.

Das Besondere an der App: im Fall einer Hypo können Betroffene, die sich nicht mehr selbst durch das Zuführen zuckerhaltiger Lebensmittel helfen können, mit der SOS-Funktion der App einen akustischen Alarm auslösen und so ihr Umfeld auf ihre Situation aufmerksam machen.

Die Hypoglykämie

Diabetes mellitus kann zu akuten und chronischen Komplikationen im Körper führen. Zu den akuten Komplikationen gehört die mit Abstand am häufigsten auftretende Unterzuckerung (Hypoglykämie), die im schlimmsten Fall tödlich enden kann oder massive Folgeschäden nach sich ziehen kann.

Eine Hypoglykämie entsteht, wenn der Körper mehr Glukose verbraucht, als ihm zur Verfügung steht. Die Konzentration der Glukose im Blut sinkt bei einer Hypoglykämie (kurz Hypo) auf Werte unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l).

Bei gesunden Menschen ist eine Hypoglykämie unangenehm, jedoch nicht lebensbedrohlich. Anders bei Menschen mit Diabetes.

Hypoglykämien sind nicht nur einfach ätzend

Menschen mit Diabetes mellitus sind sie immer auch schädlich. Folge können z. B. Demenz, Schlaganfall, Blutdruckkrisen, Herzrhythmusstörungen oder sogar plötzlicher Herzstillstand sein. Deshalb ist ein frühzeitiges Erkennen einer sich anbahnenden Hypo und eine frühzeitige Hilfe – ggf. durch Dritte – so wichtig. Und hier kommt HypoBuddy ins Spiel.

HypoBuddy – der persönliche Hypoglykämie Begleiter

HypoBuddy – mein persönlicher Hypoglykämie Begleiter bei Diabetes_HealthcareHeidi_03HypoBuddy informiert Betroffene und Interessierte rund um das Thema Unterzuckerung, übersetzt die wichtigsten Fragen in eine fremde Sprache – was bei Auslandsreisen durchaus hilfreich sein kann – und bietet mit der SOS-Funktion akustische Unterstützung im Notfall. So kann bei einer drohenden Unterzuckerung ein akustischer Alarm ausgelöst werden, der Dritte auf die Unterzuckerung der*des Betroffenen aufmerksam macht. Dieser SOS-Alarm ist auch auf dem Sperrbildschirm des Smartphones zu sehen.

Durch den Alarm des HypoBuddy können (unwissende) Dritte aufgeklärt werden und selbst helfen oder Hilfe rufen. Neben dem – wirklich lauten – Alarm gibt die App auch gesprochene Anweisungen – im Wechsel in deutscher und englischer Sprache – und ermöglicht es Helfenden, direkt die Notfallkarte aufzurufen.

Die HypoBuddy Notfallkarte enthält persönliche Informationen des*der Betroffenen, damit Dritte im Ernstfall schnell und richtig handeln können. Angegeben werden können zum Beispiel ein Notfallkontakt, der*die behandelnde Arzt*Ärztin und die Diabetesform sowie Notfallmedikamente.

Mein Fazit

HypoBuddy – mein persönlicher Hypoglykämie Begleiter bei Diabetes_HealthcareHeidi_02Klingt sehr interessant für Hypos am Tag. Sofern Betroffene an irgendeinem Punkt die sich anbahnende Hypo wahrnehmen und noch reagieren können.

Die App ist noch jung und wird stetig weiterentwickelt. Ausprobieren und sich selbst ein Bild machen lohnt meines Erachtens. Die Hypowahrnehmung trainieren können und sollten Betroffene mit Hilfe spezieller Schulungsprogramme. Diese trainieren gezielt Menschen mit Diabetes, die ihre Unterzuckerungen nicht, schlecht oder erst zu spät wahrnehmen oder häufig schwere Unterzuckerungen haben. Solche Schulungen kann, wird und soll HypoBuddy nicht ersetzen.

HypoBuddy ist kostenfrei für Apple- und Android-Geräte im jeweiligen Appstore erhältlich. App StoreGoogle Play 

1 https://www.fidam.de/ueber-uns


Auf www.healthcareheidi.de berichten wir regelmäßig über neue Therapien, Wearables und eben Apps, die das Leben von Menschen mit Diabetes erleichtern wollen. Einfach den Newsletter abonnieren und regelmäßig informiert bleiben.

 

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Kaltplasma: Durchbruch in der Wundheilung bei Fußulzera

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In der Zahnmedizin ist Kaltplasma bereits Alltag. Hier wird es genutzt, um vor dem Einsetzen von Implantaten Keime abzutöten oder um Parodontitis zu behandeln. Jetzt ist Kaltplasma auch in der Dermatologie im praktischen Klinikalltag angekommen. Zum Beispiel bei der Behandlung chronischer Wunden, wie den diabetischen Fußulzera.

Faszination Kaltplasma in der Wundheilung

Plasma ist ein Gas, das Strom transportiert. Von Natur aus ist es heiß und befindet sich zum Beispiel in der Sonne und in Blitzen. Forscher haben es bereits in den 90er Jahren geschafft, kaltes Plasma (Kaltplasma) herzustellen. Zunächst getestet an chirurgischen Instrumenten stellte man bald fest, Kaltplasma kann noch mehr, als nur Geräte sterilisieren:

  • Kaltplasma attackiert in Wunden Bakterien, Viren und Pilze. Täglich eine Minute Behandlung mit Kaltplasma reduziert die Keimbelastung der Wunde um 99%. Es wirkt also antimikrobiell.1
  • Kaltplasma erhöht die Sauerstoffversorgung des Gewebes und regt so die Mikrozirkulation an, d.h. die Gefäße werden um etwa 30% stärker durchblutet.2
  • Kaltplasma regt das Zellwachstum an.

Kaltplasma lässt diabetische Ulzera schneller heilen

Chronische Wunden zählen zu den großen Herausforderungen in der Behandlung von Menschen mit Diabetes. Nach langem Leidensweg folgt häufig eine Amputation der betroffenen Gliedmaße. Die Therapie gestaltet sich teuer und langwierig.

Kaltplasma_Durchbruch in der Wundheilung bei Fußulcera_HealthcareHeidi_02
©Foto: neoplas med GmbH, Plasma-Pen kINPen® MED

Eine prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte, einfachblinde Studie, durchgeführt am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen sowie am Klinikum Karlsburg in Mecklenburg-Vorpommern konnte nun nachweisen, dass der Heilungsprozess diabetischer Fußulzera bei einer Behandlung mit Kaltplasma signifikant beschleunigt werden kann. Bei guter Patientenverträglichkeit.3

An der Studie beteiligt waren außerdem Forscher des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) Greifswald, die gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald seit geraumer Zeit daran forschen, wie kranke Menschen von einer Kaltplasmatherapie profitieren können. Sie entwickelten den Plasma-Pen4 und erproben Pflaster, durch die Kaltplasma strömt. Sie testen verschiedene Zusammensetzungen des Gases und beobachten seine Eigenschaften. Auf diese Weise haben die Wissenschaftler des INP gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald die positiven Effekte des Kaltplasmas auch für die Krebstherapie entdeckt. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines Plasmaendoskops, mit dem Ärzte im Innern des menschlichen Körpers arbeiten können.

Das INP gehört weltweit zu den führenden Forschungsinstituten im Bereich physikalischer Plasmen. Nachfolgend eine interessante Berichterstattung des NDR.

©Plasma-Pen: Wirksame Therapie gegen chronische Wunden, NDR Visite 2020

Mein Fazit

Kaltplasma aktiviert nachweislich die Heilung chronischer Wunden, hat einen breiten antimikrobellen Effekt – auch gegen resistente Keime -, erhöht die Mikrozirkulation und verbessert die Sauerstoffversorgung. Ein großer Nutzen für die Behandlung chronischer Wunden. Eine schnellere Wundheilung führt, rein gesundheitsökonomisch betrachtet, zu einer Reduktion der Behandlungskosten. Die Behandlung chronischer Wunden kostet das Gesundheitssystem rund 10.000 Euro pro Jahr und Patient. Zahlreiche Amputationen könnten vermieden werden. Von der Behandlung psychischer Belastungen durch Schmerz gar nicht gesprochen. Rein gesundheitsökonomisch betrachtet stelle ich mir da also schon die Frage, warum die Kassen die Kosten für die Behandlung* immer noch nicht übernehmen!

P.S. Die Erkenntnis, dass Kaltplasma auch Krebszellen zum Absterben bringen kann und gesunde Zellen zum Wachstum anregt, ist für mich darüber hinaus ein echter Durchbruch für die Krebsforschung.


Über die Möglichkeiten des Kaltplasmas in der Therapie chronischer Wunden berichtete ich auf unserem Blog HealthcareHeidi übrigens auch bereits im Oktober 2018 sowie im Dezember 2017.


1 Leibnitz-Institut für Plasmaforschung Greifswald e.V. / https://www.inp-greifswald.de/

2 Prof. Dr. Steffen Emmert, Universitätsmedizin Rostock / https://www.med.uni-rostock.de/

3 https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2768340

4 Der kINPen® MED, ist der erste CE-zertifizierte Atmosphärendruck-Plasmajet, der als Medizinprodukt zur Behandlung von Wunden und erregerbedingten Erkrankungen der Haut zugelassen ist. Vertrieben wird er über das Unternehmen neoplas med, eine Ausgründung des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP), Greifswald.

*ab 10€ pro Sitzung je nach Größe der Wunde und Dauer der Einzelbehandlung

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Closed Loop System zur Therapie des Typ-1 Diabetes: Diabeloop will die Automatische Insulin Dosierung (AID) auch für die Bolusrate steuern

Automatisierte Insulinabgabe dank künstlicher Intelligenz (KI) – Diabeloop will nach eigenen Angaben die Behandlung des Typ-1 Diabetes automatisieren und personalisieren und geht mit seinem Closed Loop System DBLG1 einen Schritt weiter, als es die erste Generation der Hybrid AIDs tut: zusätzlich zur Basalrate soll das DBLG1 auch die Bolusrate selbstständig steuern.1

AID – Automatische Insulin Dosierung

AID Systeme sind eine Kombination aus kontinuierlichem Glukosemonitoring (CGM), kontinuierlicher Insulinzufuhr über eine Insulinpumpe (CSII) und einem intelligenten Algorithmus, der auf Basis der gemessenen Glukosewerte die erforderliche Insulinmenge berechnet, die dann automatisch über die Pumpe abgegeben wird.

Gestartet mit dem einfachsten Ansatz – die Insulinpumpe stoppt, wenn die Glukosewerte unter einen bestimmten Wert fallen – konnten neuere AID Systeme bald die Basalinsulinabgabe automatisch anpassen. Je nachdem, ob der Glukosespiegel steigt oder sinkt. Mit dem MiniMedTM 670G-System hat Medtronic plc bereits im Juni 2017 das weltweit erste Hybrid Closed Loop System, das eine individuelle und automatisierte Abgabe von Basalinsulin ermöglicht, in den US-amerikanischen Markt eingeführt.

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©Diabeloop, Diagram DBLG1 AID-System

Das DBLG1 des französischen Unternehmens Diabeloop geht nun einen Schritt weiter und kann auch automatisch Korrektur-Boli abgeben, wenn die gemessenen Glukosewerte als zu hoch an die Insulinpumpe gemeldet werden.

Der nächste Schritt – aber noch Zukunftsmusik – ist ein System, das Mahlzeiten erkennen kann und automatisch die richtigen Mahlzeiten-Boli abgibt, so dass ein hoher Glukosewert von Anfang an verhindert werden kann. Auch daran arbeitet Diabeloop.

Closed Loop: Die Funktionsweise des DBLG1

Das DBLG1 basiert auf einem selbstlernenden Algorithmus, der über Bluetooth-Technologie mit einem kontinuierlichen Glukosemonitor und einer Insulinpumpe verbunden ist. Der Diabeloop-Algorithmus misst in Echtzeit die Glukosewerte des Patienten, überträgt und berechnet – unter Berücksichtigung der Anamnese, Physiologie und der Dateneingaben, z. B. zu Mahlzeiten und körperlicher Aktivität – automatisch die Insulindosis.

Die Daten einer 12-wöchigen offenen, randomisierten Multicenter-Studie zeigen, dass sich die Patienten, die mit dem DBLG1 Closed Loop System behandelt wurden, fast 2,5 Stunden täglich mehr im Zielglukosebereich befanden als die Kontrollgruppe, die mit einem konventionellen Open Loop System behandelt wurde.2 Weitere Studien sollen noch in diesem Jahr folgen.

Diabeloop steht mit dem DBLG1 in Deutschland kurz vor Markteinführung. Gespräche mit Krankenkassen und dem G-BA laufen. Die CE-Kennzeichnung liegt bereits seit 11/2018 vor.

Mein Fazit

Typ-1-Diabetes ist ein „Vollzeitjob“. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren. Betroffene müssen es sich lebenslang zuführen. Der Bedarf ändert sich mehrfach am Tag und auch in der Nacht – abhängig von Ernährung, körperlicher Aktivität, Gesundheitszustand, Stress und vielen anderen Einflüssen.

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©Diabeloop

Seit vielen Jahren arbeiten Forscher daran, das Management der Krankheit zu automatisieren und eine Art künstliche Bauchspeicheldrüse zu schaffen. Moderne AID Systeme können durch maschinelles Lernen den Betroffenen therapeutische Entscheidungen abnehmen, die ihren Alltag mit Typ-1 Diabetes bestimmen. Ein Closed Loop System wie das MiniMedTM 670G-System fehlt in Deutschland, so dass viele Patienten*innen zu „Do it yourself“-Lösungen greifen. Diese sogenannten „Looper“ bauen sich ihre eigenen Closed Loop Systeme aus auf dem Markt befindlichen CGM-Systemen, Insulinpumpen sowie mittels einer im Internet frei verfügbaren Software mit entsprechenden Steuerungsalgorithmen.

Ein System wie das DBLG1 wäre eine echte Bereicherung für ein selbstbestimmtes, autonomes Diabetes-Management, würde die Betroffenen deutlich länger im Zielglukosebereich halten und damit kurzfristige wie langfristige Diabetes bedingte Risiken minimieren. Ein echtes mehr an Lebensqualität.

Wer tiefer einsteigen will, dem sei diese Präsentation von Dr. Christian Krey, Diabeloop, empfohlen:

Diabeloop_AIDSystem_Diabetes_Insulindosierung_HealthcareHeidi

Einen kurzweiligen Film über den Alltag einer „Looperin“ finden Interessierte übrigens unter diesem Link: Lisa Schütte, mein Alltag als Looperin.


Apps zur Nährwertanalyse, neue Therapien bei Typ-2 Diabetes, innovative Ansätze der Blutzuckerkontrolle, moderne Behandlung von Folgeerkrankungen – auf HealthcareHeidi blogge ich regelmäßig rund um das Thema Diabetes. Folgen Sie einfach diesem Link https://www.healthcareheidi.de/


1 Basalinsulin deckt den Grundbedarf an Insulin, um Tag und Nacht stabile Blutzuckerwerte aufrechtzuerhalten. Bolus-Insuline werden zusätzlich verabreicht, um einen erhöhten Blutzucker zu korrigieren oder den Blutzuckeranstieg der nächsten Mahlzeit aufzufangen.

2 http://abstract.sfdiabete.org/congress/medias/2019/backoffice/59216/abstract/abstract.pdf


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Diabetes mellitus – hedia und die richtige Insulindosierung

Kann eine App bei der richtigen Insulindosierung helfen? Dr. rer. nat. Andreas Fiebig, Partner von hedia für den deutschen Markt, ist davon überzeugt. Die von dem dänischen Startup Hedia ApS entwickelte App analysiert mittels der hinterlegten Künstlichen Intelligenz (KI) und auf Basis der eingegebenen Daten nahtlos individuelle Muster und Gewohnheiten des Nutzers. Darüber hinaus werden weitere Parameter wie Bewegungsaktivität, Insulinsensitivität, der durchschnittliche Blutzuckerwert und die Bolus-Korrektur berücksichtigt. Eine Lebensmitteldatenbank unterstützt bei der Kohlenhydratberechnung. Soviel vorweg.

Diagnose: Diabetes mellitus

Diabetes mellitus – kurz: Diabetes – wurde von den Vereinten Nationen als erste, nicht durch eine Infektion ausgelöste Erkrankung, zu einer globalen Bedrohung für die Menschheit erklärt. Es ist die häufigste chronische Erkrankung in Deutschland.1, 2

Alles ganz easy?

„Der Alltag mit Diabetes unterscheidet sich in nichts vom Alltag ohne Diabetes. Menschen mit Diabetes können heutzutage alles machen, was auch Menschen ohne Diabetes machen können.“

Alles ganz easy also? Ganz so einfach ist das dann doch nicht. Menschen mit Diabetes treffen am Tag viele kleine und große Entscheidungen. Sei es zum Thema Ernährung, dem richtigen Lebensstil oder dem Status des Blutzuckerspiegels und der – daraus resultierenden – erforderlichen Insulindosis. Auch Themen wie Reisen, Stress und Bewegung müssen berücksichtigt und Entscheidungen dazu getroffen werden. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

An den Diabetes denkt man also jeden Tag, in vielen Situationen. Die kleineren und größeren täglichen Herausforderungen zu meistern, ist nicht immer einfach. Und hier kommt die App hedia ins Spiel.

hedia – mein Diabetes Assistent

Für ein gutes und gesundes Leben mit Diabetes sind ein stabiler Blutzucker und ein stabiler HbA1c-Wert essenziell. Insbesondere, um Diabetes-assoziierte Begleit- und Folgeerkrankungen zu vermindern, idealerweise zu vermeiden.Hedia_Insulindosierung_HealthcareHeidi_01

Wie eingangs bereits erwähnt, analysiert hedia individuelle Muster und Gewohnheiten und gibt auf Basis dessen eine genaue Insulinempfehlung. Die in der App hinterlegte Lebensmitteldatenbank verfügt zurzeit über 1.500 Lebensmittel und unterstützt bei der – nicht immer ganz einfachen – Kohlenhydratberechnung.

Damit es auch tatsächlich funktioniert, müssen vom Nutzer nach Installation der App ein paar grundlegende persönliche Informationen angegeben werden. Dazu gehören die Messeinheit (mmol/l oder mg/dl), das persönliche Insulin:Kohlenhydrat-Verhältnis, der Insulinsenitivitätsfaktor und die Genauigkeit des verwendeten Insulinpens bzw. ob eine Pumpe verwendet wird.

Und dann ist es, laut hedia, im Grunde ganz einfach, in wenigen Schritten die empfohlene Insulindosis zu ermitteln:

  1. Die gemessenen Blutzuckerwerte drahtlos via NFC (Near Field Communication) oder Bluetooth an die App übertragen.
  2. In der Lebensmitteldatenbank auswählen, was man essen möchte.
  3. Die körperliche Aktivität ergänzen.
  4. Die empfohlene Insulindosierung erhalten. Fertig.

Laut Hersteller soll die langfristige Nutzung von hedia einerseits eine Verbesserung des HbA1c-Wertes und eine verbesserte Lebensqualität für Menschen mit Diabetes mit Insulineinnahme bewirken. Darüber hinaus soll eine Verringerung der verwendeten Blutzuckerteststreifen durch die hinterlegten, intelligenten Algorithmen nach mehreren Monaten Nutzung erreicht werden.

Das Projekt wurde durch das European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme3 unterstützt, wurde 2018 als bestes Health Tech Startup der Nordic Startup Awards4 ausgezeichnet und schaffte es 2020 auf die Shortlist des bytes4diabetes Award5, der innovative digitale Lösungen, die helfen, die Versorgung von Menschen mit Diabetes zu verbessern, auszeichnet.

Mein Fazit

hedia möchte Menschen unter Insulintherapie einen Assistenten an die Hand geben, der durch die tägliche Dateneingabe leitet, sowie im Alltag begleitet. Der innovative Ansatz liegt dabei in der hinterlegten Künstlichen Intelligenz, die durch den täglich wachsenden Datenpool fortlaufend optimiert wird. Grundsätzlich eine gute Idee.

Was mir auch gut gefällt ist die Idee der Unabhängigkeit von einem bestimmten Anbieter von Blutzuckermessgeräten. Dadurch können die Nutzer ihr favorisiertes Blutzuckermessgerät weiterhin nutzen. Der Haken dabei ist, dass hedia aktuell nur die folgenden Systeme unterstützt: GlucoMen Areo / Areo2k (A. Menarini Diagnostics) und CONTOUR® NEXT ONE (Ascensia Diabetes Care). Damit fehlen für mich Anbieter wie Roche Diagnostics oder Abbott Diabetes Care. Dazu kommen die – immer häufiger verordneten – FGM- und CGM-Systeme, die den Blutzucker kontinuierlich messen und überwachen. Aber vielleicht sind die ja schon alle in der Entwicklung.

Laut Hersteller ist aktuell ein Barcode-Scanner, der mit der Lebensmitteldatenbank verknüpft sein wird, in Entwicklung. Auch die geplante Anbindung von Aktivitätstrackern via Bluetooth wäre meines Erachtens ein echtes Plus für die App.

„Unterm Strich“: ein gutes Projekt mit noch einigen Hausaufgaben.

Zur Webseite von hedia


Weitere spannende Beiträge zu Projekten, Entwicklung und digitalen Gadgets rund um das Thema Diabetes finden Interessierte unter diesem Link in unserem Blog.

1 https://www.medica.de/de/News/Archiv/Neues_Forschungsprojekt_Interaktive_Hilfe_f%C3%BCr_Diabetiker

2 https://www.dzd-ev.de/diabetes/index.html

3 https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en

4 https://nordicstartupawards.com/national-winners-2018

5 https://www.bytes4diabetes.de/


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SNAQ – Eine App zur Nährwertanalyse per Foto zur richtigen Insulinanpassung bei Diabetes mellitus

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Was ist auf meinem Teller? Welche Nährwerte hat meine Mahlzeit? Kalorien, Kohlenhydrate, Proteine, Fett? Das Schätzen der Kohlenhydrate einer Mahlzeit ist wichtig für die Dosierung der richtigen Insulineinheit, kann aber mitunter schwierig sein. SNAQ heißt die smarte Lösung, die, wenn es nach Aurelian Briner geht, bald den Alltag von Menschen mit Diabetes einfacher machen soll.

KH, BE, KE, IE?

Die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT), auch Basis-Bolus-Therapie genannt, besteht aus einem Basalinsulin, das den mahlzeitenunabhängigen Insulingrundbedarf deckt, sowie aus einem mahlzeitenabhängigen, schnell wirksamen Bolusinsulin, das in Abhängigkeit von der Mahlzeit und dem Blutzuckerwert vor der Mahlzeit zusätzlich appliziert wird. Die ICT ist die Standardtherapie bei Typ-1 Diabetes und setzt sich auch bei Typ-2 Diabetes zunehmend durch.

Klarer Vorteil: die Anpassungsfähigkeit, denn der Insulinbedarf wird den Gegebenheiten des Alltags angepasst. Nachteil: neben häufigerer Blutzuckerkontrolle das Ding mit KH, BE, KE, IE.

Wie SNAQ helfen will, den Insulinbedarf zu berechnen

Die Insulineinheiten (IE), die zum Essen gespritzt werden müssen sind, neben anderen Faktoren, abhängig von den Kohlenhydraten (KH), die gegessen werden. Diese berechnen sich auf Basis von Broteinheiten (BE) bzw. Kohlenhydrateinheiten (KE)*, die der Patient schätzen muss.

Der sichere Umgang mit den BE bzw. KE und KH muss vom Patienten erlernt werden. Neben der Diabetesschulung, die zwingend erforderlich ist, empfiehlt sich besonders am Anfang ein Abwiegen des Essens. Aber was tun, wenn man gerade mit Freunden im Restaurant sitzt und keine Waage zur Hand hat? Oder einfach unsicher ist und eine zweite Meinung möchte? Hier kommt SNAQ ins Spiel.

SNAQ ist eine App, die – nach abfotografieren – automatisch Lebensmittel auf dem Teller erkennt, das Gewicht berechnet, Nährwerte analysiert und – in Zukunft – die zu spritzende Insulindosis berechnet. Mit dem Smartphone macht man also ein Foto von der Mahlzeit und die App macht aus dem Foto eine Nährwertanalyse. Wie das genau funktioniert, erklärt Aurelian Briner, einer der Gründer des gleichnamigen Schweizer Start-Up:

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Aurelian Briner. SNAQ

Erste Studien bestätigen die Genauigkeit

In ersten präklinischen Studien der Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin & Metabolismus (UDEM) am Inselspital Bern#, erreichte SNAQ eine Fehlerquote von nur 15 Prozent. Schätzen Experten oder Patienten mit bloßem Auge die Kohlenhydrate, liegen sie meist mehr daneben.

Die LifeSytle-Version von SNAQ ist – aktuell leider nur für iOS-Geräte – bereits verfügbar. Für die medizinische Version wird die Zulassung als Medizinprodukt frühestens 2021 erwartet. Dann kann die App auch die benötigte Insulindosis berechnen und Insulin- und Glukose-Daten aus vernetzten Geräten wie Pens und Insulinpumpen miteinbeziehen. So sehen Patienten zum Beispiel sofort, wie sich vergleichbare Mahlzeiten in der Vergangenheit auf ihr Glukoselevel ausgewirkt haben.

Mein Fazit

SNAQ wurde im Januar 2020 zurecht Gewinner des bytes4diabetes-Awards, einer Initiative der Berlin-Chemie AG in Zusammenarbeit mit führenden Diabetes-Experten, um den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie weiter voranzutreiben.

LifeStyle-Apps gibt es heute bereits zahlreiche. So kann man zum Beispiel mit der App „Was ich esse“ des BZfE festhalten, was und wie viel man den Tag über gegessen und getrunken hat. Den wirklich großen Unterschied macht SNAQ jedoch im Bereich Nährwertanalyse zur richtigen Insulindosierung bei Diabetes mellitus. Also als medizinische App. Dazu sind jedoch weitere Studien für die Einreichung der Zulassung als Medizinprodukt erforderlich, wofür aktuell starke Partner gesucht werden. Betroffene wissen wie lästig es ist, ständig BEs zu recherchieren und zusammenzurechnen. SNAQ könnte den Alltag vieler Menschen mit Diabetes also wirklich erleichtern.

* 1 BE = 12g Kohlenhydrate, 1 KE = 10g Kohlenhydrate. Im allgemeinem wird der kleine Unterschied von 2g vernachlässigt und man lernt entweder mit BE zur rechnen oder mit KE.

# https://www.dcberne.com/en/


Für alle die es mit BE, KE, IE und der ICT genauer wissen möchten, empfehle ich das Internetportal Diabetes News. Auch diabetesDE und DiabSite bieten umfassende Informationen zum Thema. 

Weitere spannende Beiträge zu Projekten, Entwicklung und digitalen Gadgets rund um das Thema Diabetes finden Interessierte unter diesem Link in unserem Blog.

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Percept™ PC Neurostimulator zur tiefen Hirnstimulation bei Morbus Parkinson

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Im Januar 2020 hat Medtronic plc die CE-Kennzeichnung für ihren Percept PC Neurostimulator bekannt gegeben. Dieser ist aktuell das einzige System für die Tiefe Hirnstimulation (THS) mit BrainSense™-Technologie, das unter anderen zur Behandlung von Morbus Parkinson in der Europäischen Union zugelassen ist. Ärzte können nun eine durch Daten fundierte, personalisierte Therapie bereitstellen, durch die eine gezielte, optimierte Behandlung des Patienten möglich ist.

Morbus Parkinson

Bei Morbus Parkinson handelt sich um eine langsam fortschreitende, degenerative neurologische Erkrankung des Bewegungsapparates. Sie tritt gewöhnlich ab einem Alter von 60 Jahren auf und bedeutet für Betroffene den fortschreitenden Verlust der motorischen Kontrolle. Morbus Parkinson ist nicht heilbar, die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome.

Die Tiefe Hirnstimulation (THS)

Percept™ PC Neurostimulator-HealthcareHeidi-01Die Tiefe Hirnstimulation ist ein neurochirurgischer Eingriff, der für die Behandlung bestimmter neurologischer Erkrankungen, wie zum Beispiel der Parkinson Krankheit, angewendet wird. Die Behandlung wird grundsätzlich in Kombination mit einer medikamentösen Therapie eingesetzt. 

Im Falle von Morbus Parkinson erweitert die THS Therapie die Kontrolle zur Behandlung der Bewegungssymptome. Implantate werden im Brustraum unter die Haut gesetzt und über Elektroden mit dem Gehirn verbunden. Sie senden elektrische Signale an den Gehirnbereich, der die Bewegung kontrolliert.

Die BrainSense-Technologie des Percept PC

Die Tiefe Hirnstimulation hat sich zur Verbesserung der motorischen Funktion bei Parkinson Patienten im Vergleich zur alleinigen Standardmedikation etabliert. Mit den bisher verfügbaren Systemen müssen Ärzte jedoch therapeutische Entscheidungen treffen, die hauptsächlich auf klinischen Bewertungen und auf den Angaben des Patienten beruhen.

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Patientenbroschüre Percept™ PC Neurostimulator

Mit der neuen BrainSense-Technologie, die im Percept PC Neurostimulator zum Einsatz kommt, können die Gehirnsignale von Patienten nun rund um die Uhr erfasst und aufgezeichnet werden. Auch außerhalb der Klinik im Patientenalltag. Diese kontinuierlich dokumentierten Gehirnströme werden dann mit vom Patienten selbst aufgezeichneten Ereignissen, wie Symptomen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, vom Arzt in Zusammenhang gebracht – was eine optimierte, gezielte und personalisierte Behandlung ermöglicht.

Bestandteile des Percept PC Neurostimulator sind neben dem Implantat selbst ein Arztprogrammiergerät sowie ein intuitiv zu bedienendes Patientengerät zur Verwaltung der vom Arzt vorprogrammierten Therapieoptionen und zum einfachen Erfassen der Ereignisse.

Mein Fazit

Derzeit gibt es für Morbus Parkinson keine Heilung. Die verwendeten Medikamente können die Symptome über einen gewissen Zeitraum ganz gut kontrollieren, verlieren ihre Wirksamkeit aber mit der Zeit. Im Vergleich zur reinen Standardmedikation hat die Tiefe Hirnstimulation einen nachweislich positiven Effekt. Durch die neue BrainSense-Technologie, die beim Percept PC Neurostimulator zum Einsatz kommt, wird nun eine zielgerichtetere Behandlung ermöglicht.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender, Vorteil ist meines Erachtens, dass bei diesem System die Patienten aktiv mit einbezogen werden. Was insbesondere der Gefahr entgegenwirken kann, dass sich der Patient nur noch aus der Krankheit heraus definiert und sich immer mehr aus seinem sozialen Umfeld zurückzieht.


Ein weiterer Ansatz zum Thema, allerdings noch nicht marktreif1, ist Emotional und Audio-Intelligence. In meinem Beitrag aus 2019 hatte ich geschrieben: „Aktuell gibt es keine Methode für behandelnde Ärzte, den Erfolg der Behandlung eines Parkinson-Patienten kontinuierlich und objektiv nachzuverfolgen.“ – was durch die BrainSense-Technologie gelöst wäre. Spannend bleibt Emotional und Audio Intelligence jedoch für die Früherkennung. Laut Deutsche Parkinson Vereinigung machen sich erste Einschränkungen der Beweglichkeit etwa dann bemerkbar, wenn 60% bis 70% der relevanten Hirnzellen in ihrer Funktion bereits gestört sind2. Ein frühes Eingreifen könnte also den feinen Unterschied machen.

https://www.medtronic.com/de-de/patienten/produkte-therapien/morbus-parkinsonbehandlungsoptionen/percept-pc-neurostimulator.html

https://www.med.uni-muenchen.de/aktuell/parkinson_elektro_stim/index.html

1 https://www.audeering.com/wp-content/uploads/2019/06/Emteq_CS_digital_EN.pdf

2 https://www.parkinson-vereinigung.de/die-krankheit/entstehung-der-krankheit.html

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Intelligenter Verband zur Versorgung des diabetischen Fußsyndroms?

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Das diabetische Fußsyndrom stellt eine der am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus dar. Nervenschädigungen, Durchblutungsstörungen des Fußes und bakterielle Infektionen sind die drei wesentlichen Faktoren, die zum diabetischen Fußsyndrom führen können. Ifoot ist ein intelligenter Verband, der zur Verbesserung der Versorgung im Bereich des diabetischen Fußsyndroms beitragen will.

Projekt ifoot und das diabetische Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom ist nicht heilbar. Nach einer erstmaligen Erkrankung besteht es lebenslang mit aktiven und inaktiven Phasen. Laut dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 20201 führt das diabetische Fußsyndrom zu über 40.000 nicht traumatisch bedingten Amputationen bei Menschen mit Diabetes, wobei die Hälfte der Amputationen durch eine konsequente Versorgung vermieden oder in ihrem Ausmaß begrenzt werden könnte. 

Und genau hier setzt das Projekt ifoot der Hochschule Niederrhein an: die konsequente Versorgung des diabetischen Fußes durch eine neue Art der Versorgungsdokumentation, eine verbesserte Behandlung durch den Einsatz von Sensorik und die Möglichkeit einer intersektoralen kommunikativen Vernetzung durch die Implementierung einer Cloud-basierten Softwarelösung.

Die ifoot eHealth-Lösung

Ein großes Problem des diabetischen Fußsyndroms ist das nicht Wahrnehmen möglicher Verletzungen oder Druckstellen am Fuß aufgrund des mit der Erkrankung einhergehenden, verminderten bis gar nicht mehr vorhandenem Schmerzempfinden.

Diabeteisches Fußsyndrom_Ifoot_HealthcareHeidi01
©ifoot

Mit Hilfe eines „intelligenten“ Verbandes, der – mit Sensoren ausgestattet – die Daten zu Druck, Temperatur, Feuchtigkeit und pH-Wert dem Patienten, Arzt sowie allen am Heilungsprozess Beteiligten per App aufs Handy meldet, sollen eine schnellere und effektivere Behandlung sowie eine schnellere Abheilung der Wunde(n) und weniger Amputationen erreicht werden. Wird beispielsweise der Fuß zu stark belastet, tritt Sekret aus oder steigt die Temperatur im Fuß gibt die App dem Patienten klare Warnhinweise und informiert den Arzt über eine Cloud-Software, sodass er den Patienten frühzeitig in seine Praxis bitten kann.

Ziel ist es, durch die optimierte medizinisch-pflegerische Versorgung den Heilungsverlauf frühzeitig zu verbessern, idealerweise zu verkürzen und eine Optimierung des Outcomes – weniger Amputationen und eine höhere Abheilungsrate – zu erreichen. Nicht zuletzt soll durch ifoot auch die Kooperation und Kommunikation zwischen Ärzten, anderen therapeutischen Fachgruppen, Betreuenden, Pflegenden sowie dem Patienten selbst gefördert und verbessert werden.

ifoot wird mit Mitteln des Landes NRW und der EU im Rahmen des OP EFRE NRW 2014-2020 gefördert und wurde 2020 für den bytes4diabetes-Award der Berlin-Chemie AG nominiert.

Mein Fazit

Die Behandlung eines aktiven diabetischen Fußsyndroms ist langwierig und teuer. Bundesweit lagen die Kosten bereits 2016 bei ca. 2,5 Mrd. Euro pro Jahr2.  Komplikationen, die bei der Behandlung auftreten, sind der hauptsächliche Grund für die Einweisung in ein Krankenhaus sowie für Amputationen an den unteren Extremitäten.

Da Amputationen vor allem in höherem Lebensalter auftreten, kann man durch den demografischen Wandel und der damit einhergehenden steigenden Anzahl älterer Patienten mit diabetischem Fußsyndrom wohl auch von steigenden Zahlen bei Amputationen der unteren Extremitäten und damit steigenden Kosten ausgehen.

Sicher stehen digitale Projekte wie ifoot im Spannungsfeld der DSGVO. Womit sich gewisse Hürden auftun. Sie werden aber die Versorgung von Menschen mit Diabetes in den kommenden Jahren radikal im positiven Sinn verändern. Decision-Support-Systeme, Closed-Loop-Systeme, Health Apps und eben intelligente Kommunikationslösungen wie ifoot. Deshalb: Daumen hoch für dieses Projekt. Möge es schnell zum Erfolg kommen und die Lebensqualität Betroffener deutlich verbessern.

Projekt-Flyer iFoot


Gute Ansätze gibt es in diesem Bereich übrigens einige. 2018 berichteten wir zum Beispiel über das US-Unternehmen Podimetrics, das eine Schaumstoff-Matte mit 2.000 Sensoren zur Temperatur-Früherkennung entwickelt hat. Das System ist aktuell jedoch nur für ausgewählte Patienten in den USA erhältlich. Und erst kürzlich berichtete mein Kollege Julian über die intelligente Schuheinlage Orpyx, die kontinuierlich den Druck auf die Fußsohle, die Temperatur und die Bewegung mittels integrierter Sensoren misst. Wann die Einlage verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.

Interessant sind diese beiden Ansätze auf jeden Fall.

Fußulzera: Fußmatte entdeckt Rezidive?

Intelligente Schuheinlage Orpyx SI


1 https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Gesundheitspolitik/Gesundheitsbericht_2020.pdf

2 https://www.monitor-versorgungsforschung.de/Abstracts/kurzfassungen-2016/mvf-02-16/Diab-Fuss

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